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Intelligente Stromzähler

Messstellenbetreiber müssen in Neubauten und bei größeren Renovierungen gemäß § 21b EnWG Messeinrichtungen installieren (so genannte "Intelligente Zähler"), die dem Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln.

Die Richtlinie 2006/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2006 über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen sowie das entsprechende "Gesetz zur Öffnung des Messwesens bei Strom und Gas für Wettbewerb" sehen vor, dass Endkunden zukünftig über ihren tatsächlichen Stromverbrauch und ihre Nutzungszeit informiert werden. Jeder Stromkunde soll seinen Stromverbrauch selbst steuern können und damit ein bewussterer Umgang mit Strom erreicht und Stromsparen angeregt werden. Das verspricht man sich von "intelligenten" Zählern. Für das so genannte "intelligente Messen", wird eine neue Generation elektronischer Haushaltszähler benötigt. Diese senden die Daten regelmäßig über ein Kommunikationssystem an den Energielieferanten. "Dies ist keine Zukunftsmusik, sondern schon Realität", so Werner Eicke-Hennig, Leiter der Hessischen Energiespar-Aktion, "denn seit dem 1. Januar 2010 dürfen in Neubauten nur noch digitale Stromzähler eingesetzt werden. Wird ein Gebäude umfassend modernisiert, ist die noch aus dem 20. Jahrhundert stammende, analoge Messtechnik entsprechend zu ersetzen."

Detaillierte und aktuelle Auflistung der Verbrauchsdaten
Im Internet kann der eigene Verbrauch täglich oder stündlich beim Anbieter abgerufen werden. Auch der Stromverbrauch der Haushaltsgeräte wird einzeln erfasst und ausgewiesen. Der Blick in die Auflistung von zum Beispiel hohen Verbrauchsdaten verschiedener Haushaltsgroßgeräte kann den Anreiz schaffen, in die Jahre gekommene Geräte durch neue zu ersetzen. Verbrauchsspitzen zu bestimmten Zeiten können abgebaut werden, indem zum Beispiel die Waschmaschine erst am Nachmittag läuft, wenn der Strom billiger angeboten wird. Die intelligenten Zähler ermöglichen künftig auch neue Tarife. Tageszeitspezifische Preise, die sich an der Netzlast orientieren, könnten dem Kunden dann erleichtern, energieintensive Geräte zu tarifgünstigen Zeiten zu betreiben. Auch die Energieversorger könnten profitieren: Sie sparen Verwaltungsarbeit, können Netze besser planen, Ableseprozesse vereinfachen, Zähler sofort ab- oder freischalten. Verbrauchsspitzen können geglättet und damit die bestehenden Kraftwerke effizienter genutzt werden. Strom verbilligt sich durch die neuen Zähler zwar nicht, aber es wird leichter, diesen einzusparen. Jeder Haushalt kann sich seine Verbrauchsstruktur anzeigen lassen: Was verbraucht mein Kühlschrank, was die Umwälzpumpe und wie viel gebe ich für den Computer pro Tag oder im Jahr an Stromkosten aus?

Quelle: aktion-pro-eigenheim.de; Text: Hessische Energiespar-Aktion; Bild: EnBW